RegelstandRegelangaben sinngemäß nach dem FIP-Regelwerk „Rules of Padel“, Fassung ab 01.01.2026, und der Regelseite des Deutschen Padel Verbands (Stand: 20.10.2026). Turniere und Ligen können abweichen; in Hallen gelten Hausregeln und Absprachen der Spielenden.
Kurz gesagt: Ein Padel-Spielfeld ist nach dem FIP-Regelwerk (Fassung ab 01.01.2026) 10 m breit und 20 m lang, vollständig von Wänden und Gittern umschlossen und durch ein Netz in der Mitte geteilt. Die Aufschlaglinien liegen 6,95 m beiderseits des Netzes. Einzelheiten zu Wänden, Netz und Belag stehen unten. Turniere und Hallen können abweichen. Stand: 20.10.2026.
Wer ein Padelfeld zum ersten Mal betritt, sieht einen Käfig aus Glas und Metall, in dem gespielt wird. Dieser Käfig ist kein Zufall, sondern Teil der Regeln: Die Wände sind Spielfläche. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf den Aufbau, bevor es um Technik oder Ausrüstung geht.
Diese Seite beschreibt Maße, Linien, Netz, Wände und Bodenbelag in eigenen Worten. Alle Zahlenangaben stammen aus dem FIP-Regelwerk „Rules of Padel“ in der Fassung ab 01.01.2026. Das Regelwerk ist englischsprachig, die Wiedergabe ist sinngemäß. Die Seite „Regeln“ des Deutschen Padel Verbands (DPV) verweist für das Regelwerk auf dieses Dokument. Wie genau eine einzelne Anlage gebaut ist, kann abweichen; in Hallen gelten Hausregeln, und die Bauart einer Anlage erfahren Sie bei der Halle.
Das Spielfeld auf einen Blick
| Merkmal | Angabe nach dem FIP-Regelwerk |
|---|---|
| Feldgröße | Rechteck, 10 m breit, 20 m lang (Innenmaße, Toleranz 0,5 %) |
| Teilung | Ein Netz teilt das Feld in der Mitte |
| Aufschlaglinien | 6,95 m beiderseits des Netzes |
| Mittlere Aufschlaglinie | Teilt den Raum zwischen Netz und Aufschlaglinie in zwei Hälften |
| Linienbreite | 5 cm, vorzugsweise weiß oder schwarz |
| Netzlänge | 10 m |
| Netzhöhe | 0,88 m in der Mitte, 0,92 m an den Enden (Toleranz höchstens 0,005 m) |
| Umrandung | Das Feld ist vollständig umschlossen |
| Rückwand | Insgesamt 4 m hoch: die ersten 3 m Wand (Glas oder anderes Material), darüber 1 m Metallgitter |
| Bodenbelag | Zement, Kunststoff oder Kunstrasen; bevorzugte Farben grün, blau oder terrakotta |
| Mindesthöhe | 6 m über dem Spielfeld; für neue Anlagen werden 8 m empfohlen |
Maße und Linien
Länge und Breite
Das Feld misst nach dem FIP-Regelwerk 10 m in der Breite und 20 m in der Länge. Gemeint sind Innenmaße, also der Raum zwischen den Wänden. Das Regelwerk lässt eine Toleranz von 0,5 % zu, damit Baumaße nicht auf den Millimeter stimmen müssen.
Das Netz teilt das Feld in der Mitte. Jede Hälfte ist damit 10 m mal 10 m groß, und auf diesen Raum verteilen sich zwei Spielende. Diese Rechnung stammt aus der Redaktion und folgt unmittelbar aus den Maßen.
Aufschlaglinien
Die Aufschlaglinien liegen 6,95 m beiderseits des Netzes. Der Raum zwischen Netz und Aufschlaglinie wird durch die mittlere Aufschlaglinie in zwei Hälften geteilt. Das sind die beiden Aufschlagfelder, in denen der Ball beim Aufschlag aufspringen muss. Wie das im Spiel funktioniert, erklärt die Seite zum Padel-Aufschlag.
Linienbreite
Die Linien sind nach dem Regelwerk 5 cm breit und vorzugsweise weiß oder schwarz. Das ist für das Spiel relevant, weil Linien als gut zählen: Ein Ball, der eine Linie berührt, liegt im Feld. Das nennt das Regelwerk ausdrücklich bei den Aufschlagfehlern (Linien zählen als gut).
Das Netz
Das Netz ist 10 m lang. Seine Höhe in der Mitte beträgt nach dem FIP-Regelwerk 0,88 m, an den Enden 0,92 m. Die Toleranz liegt bei höchstens 0,005 m. Das Netz hängt also in der Mitte etwas tiefer durch als an den Enden.
Das Netz spielt bei den Regeln in zwei Situationen eine Rolle. Erstens: Berührt ein Spieler, der Schläger oder ein getragener Gegenstand das Netz oder die Pfosten, ist das ein Punktverlust. Zweitens: Berührt der Ball beim Aufschlag das Netz und landet im richtigen Aufschlagfeld, wird der Aufschlag wiederholt.
Wände und Gitter
Die Wände sind das, was Padel am deutlichsten von anderen Rückschlagsportarten abhebt. Das Feld ist nach dem FIP-Regelwerk vollständig umschlossen.
Die Rückwand
Die Rückwand ist insgesamt 4 m hoch. Die ersten 3 m bestehen aus einer Wand (Glas oder anderes Material), darüber folgt 1 m Metallgitter.
Die Seitenwände
Für die Seiten nennt das Regelwerk zwei Bauvarianten.
| Variante | Aufbau |
|---|---|
| Variante 1 (gestuft) | An beiden Enden gestufte Wandbereiche: erste Stufe 3 m hoch und 2 m lang, zweite Stufe 2 m hoch und 2 m lang; dazwischen Metallgitter |
| Variante 2 (Glas) | An beiden Enden ein Glaswandbereich 3 m hoch und 4 m lang; das Gitter wird bis 4 m Höhe ergänzt |
Welche Variante eine Anlage nutzt, sehen Sie vor Ort. Für das Spiel ist die Bauweise nicht entscheidend; entscheidend ist, dass der Ball nach dem Aufspringen im gegnerischen Feld die Wände und Gitter dieses Feldes berühren darf und im Spiel bleibt. Wie das genau ablaufen muss, steht auf der Seite Padel-Regeln für Einsteiger.
Wand oder Gitter: Was ist der Unterschied?
Das Regelwerk unterscheidet zwischen Wand (Glas oder anderes Material) und Metallgitter. Das hat im Spiel an einer Stelle Folgen: Beim Aufschlag ist der Ball ungültig, wenn er im Aufschlagfeld aufspringt und dann das Metallgitter berührt, bevor er ein zweites Mal aufspringt. In anderen Spielsituationen werden Wände und Gitter nach dem Aufspringen im gegnerischen Feld beide als Teil des Spiels behandelt.
Wie sich ein Ball an Glas im Vergleich zum Gitter verhält, ist eine Frage der Praxis. Das Regelwerk beschreibt keine Eigenschaften des Abprallverhaltens, die hier belegt werden könnten. Wer es wissen will, fragt Trainer oder Halle.
Bodenbelag
Das FIP-Regelwerk erlaubt als Bodenbelag Zement, Kunststoff oder Kunstrasen, sofern der Ball regelmäßig abprallt. Bevorzugte Farben sind grün, blau oder terrakotta. Sand erwähnt das Regelwerk nicht.
Mehr gibt das Regelwerk zum Belag nicht her. Wie der Belag einer konkreten Halle beschaffen ist, wie er sich anfühlt und was das für die Wahl der Schuhe bedeutet, ist nicht belegt. Beläge unterscheiden sich von Anlage zu Anlage; fragen Sie bei der Halle nach dem Belag. Weitere Hinweise zu Schuhen und Untergrund finden Sie auf der Seite Padelschuhe und Tennisschuhe im Vergleich.
Höhe über dem Feld
Für die freie Höhe über dem Spielfeld nennt das Regelwerk mindestens 6 m. Für neue Anlagen werden 8 m empfohlen. Für Hallen ist das eine sinnvolle Frage. Wie hoch die Decke einer konkreten Halle ist, erfahren Sie bei der Halle.
Maße im Überblick: Was für Einsteiger wichtig ist
Die folgenden Punkte helfen, das Feld im Kopf zu ordnen.
- Feld: 10 m mal 20 m, das Netz in der Mitte.
- Aufschlagfelder: zwischen Netz und Aufschlaglinie, durch die mittlere Aufschlaglinie in zwei Hälften geteilt.
- Rückwand: 4 m hoch, davon 3 m Wand und 1 m Gitter.
- Seitenwände: zwei Varianten, an beiden Enden höher, in der Mitte Gitter.
- Netz: niedriger in der Mitte (0,88 m) als an den Enden (0,92 m).
- Belag: Zement, Kunststoff oder Kunstrasen.
- Höhe: mindestens 6 m.
Typische Missverständnisse
- „Das Feld ist wie ein Tennisfeld, nur kleiner.“ Das Feld ist kleiner, aber der Hauptunterschied sind die Wände. Sie gehören zum Spiel.
- „Die Wand hinter dem Feld ist überall gleich hoch.“ Rückwand und Seitenwände sind unterschiedlich aufgebaut. Die Rückwand ist insgesamt 4 m hoch, die Seiten sind abhängig von der Bauvariante unterschiedlich gestuft.
- „Linien sind Aus.“ Linien zählen als gut. Ein Ball auf der Linie ist im Feld.
- „Das Netz ist überall gleich hoch.“ In der Mitte hängt es mit 0,88 m tiefer als an den Enden mit 0,92 m.
- „Alle Plätze sehen gleich aus.“ Das Regelwerk lässt Spielraum bei Bauweise, Belag und Farben. Eine Anlage kann innerhalb der Vorgaben anders aussehen als eine andere.
Checkliste für den ersten Besuch auf einer Anlage
- Wie sind die Seitenwände aufgebaut (gestuft oder mit Glaswandbereich)?
- Aus welchem Material ist der Belag, und wie sieht die Halle das Schuhwerk vor?
- Wie hoch ist die Decke?
- Wo liegen die Aufschlaglinien, und sind sie sichtbar markiert?
- Gibt es besondere Hausregeln zum Spiel an den Wänden?
Quellenlage und Grenzen
Die Maße stammen aus den Tabellen des FIP-Regelwerks. Nicht behandelt werden hier die Bauvorschriften für Glas und Gitter, Zulassungsverfahren und Details zum Spielen außerhalb des Feldes. Zu allem, was über das Regelwerk hinausgeht, etwa wie genau eine Anlage gebaut ist, befragen Sie die Betreiber.
Quellen: FIP-Regelwerk „Rules of Padel“ (Fassung ab 01.01.2026), Deutscher Padel Verband (Seite „Regeln“), Stand: 20.10.2026. Turniere und Ligen können abweichen; in Hallen gelten die Hausregeln und Absprachen der Spielenden.
Häufige Fragen
Wie groß ist ein Padel-Spielfeld?
Nach dem FIP-Regelwerk 10 m breit und 20 m lang (Innenmaße, Toleranz 0,5 %). Ein Netz teilt das Feld in der Mitte.
Wie hoch ist das Padel-Netz?
0,88 m in der Mitte und 0,92 m an den Enden, bei einer Toleranz von höchstens 0,005 m. Das Netz ist 10 m lang.
Wie hoch sind die Wände?
Die Rückwand ist insgesamt 4 m hoch: 3 m Wand und 1 m Metallgitter. An den Seiten gibt es zwei Varianten mit gestuften Wandbereichen oder Glaswandbereichen an beiden Enden.
Welcher Boden ist erlaubt?
Zement, Kunststoff oder Kunstrasen, sofern der Ball regelmäßig abprallt. Bevorzugte Farben sind grün, blau oder terrakotta.
Wie weit ist die Aufschlaglinie vom Netz entfernt?
6,95 m auf jeder Seite des Netzes. Die mittlere Aufschlaglinie teilt den Raum dazwischen in zwei Hälften.
Gelten die Maße auch in jeder Halle?
Das Regelwerk legt Maße und Toleranzen fest. Wie genau eine Anlage gebaut ist, erfahren Sie bei der Halle.
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Redaktionell recherchiert und verglichen, keine Produkttests. Inhalte mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Stand: 20.10.2026. Arbeitsweise und Quellen: Offenlegung.